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3.3.2010 10:22

Ist da noch irgendjemand? NASA schickt Botschaften an Außerirdische ins Weltall

  • Beatles-Song "Across the Universe" gesendet
  • Forscher warnen vor feindlichen Zivilisationen

Im Jahr 2008 beamte die NASA den Beatles-Song "Across the Universe" ins All - als Friedensbotschaft an alle Außerirdischen, die sich im Jahr 2439 zufällig am Polarstern aufhalten. "Gut gemacht, NASA!", lobte Paul McCartney. "Grüßt mir die Außerirdischen." Auch wenn eine solche Botschaft gut gemeint ist, kritisieren einige Forscher die zahlreichen im Kosmos herumschwirrenden Nachrichten als Weltraum-Spam.

Andere sprechen es den selbst ernannten Botschaftern ab, für alle Erdenbewohner zu sprechen. Wieder andere warnen, mit verwirrenden Botschaften könnten möglicherweise feindlich gesinnte Zivilisationen erst auf uns aufmerksam werden."Vielleicht empfinden sie uns als Bedrohung. Wir wissen nicht, wie diese Nachrichten interpretiert werden, und bis wir es herausfinden, könnten viele Jahre vergehen", warnt Albert Harrison, Professor für Sozialpsychologie an der University of California in Davis.

Kontakt zu Außerirdischen
Die Sehnsucht nach Kontakten mit außerirdischen Zivilisationen ist alt. Die 1972 und 1973 gestarteten US-Forschungssatelliten Pioneer 10 und 11 tragen Tafeln mit nackten Erdenbewohnern und Symbolen, die die Positionen der Erde und der Sonne übermitteln sollen. Voyager 1 und 2, die 1977 ins All geschossen wurden und jetzt am äußeren Rand des Sonnensystems unterwegs sind, haben jeweils eine vergoldete Phonogramm-Platte im Gepäck mit Geräuschen und Bildern der Erde.

Doch es wird 40.000 Jahre dauern, bis Voyager 1 als erster der vier Kundschafter auch nur in die Nähe eines Sternes gelangt. Keiner weiß, ob es dann dort intelligentes Leben gibt, um die Zeitkapsel in Empfang zu nehmen, oder ob die Menschheit eine eventuelle Antwort noch erlebt.

Schneller könnte die Kommunikation mit Außerirdischen mit dem Elektromagnetischen Spektrum gehen. Seit 50 Jahren lauschen Weltraumforscher im Rauschen des Alls nach Signalen, die auf eine andere Zivilisation hinweisen könnten. Bisher hat sich dort jedoch nicht viel getan.

Astrophysiker: Gibt keine Außerirdischen
Für den Astrophysiker Malcolm Fridlund von der Europäischen Weltraumagentur ESA ist die aktive Suche nach Außerirdischen Zeitverschwendung. Schließlich gebe es bisher keine Hinweise auf außerirdisches Leben. Sicher ist sich Fridlund aber nicht. "Wenn man überhaupt nicht weiß, was da draußen so ist, sollte man vielleicht ein bisschen vorsichtig sein."

Auch Hawking warnt vor feindlicher Zivilisation
Auch der britische Kosmologe Stephen Hawking warnt vor einer möglicherweise feindlichen, technisch überlegenen Zivilisation: "Wir sollten den Ball flach halten." Die britische Fachzeitschrift Nature schrieb 2006: "Es kann nicht unbedingt davon ausgegangen werden, dass alle außerirdischen Zivilisationen gutartig sind - und sogar der Kontakt mit einer gutartigen könnte ernste Auswirkungen auf die Menschen hier auf der Erde haben."

(apa/red)

3.3.2010 10:22
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