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4.3.2010 09:47

Baumgartner will Schallmauer bezwingen:
So läuft das aufsehenerregende Projekt ab

  • Heliumballon mit Kapsel bringt Springer in die Höhe
  • Druckanzug und Sauerstoff gegen kochendes Blut

Ein Heliumballon mit einem Durchmesser von etwa 80 Metern bringt Felix Baumgartner in einer Kapsel weit in die Höhe: Der Salzburger selbst wird in einem speziellen Druckanzug stecken, der ihn vor den erwarteten Temperaturen von minus 70 Grad schützt und dessen Außenseite aus feuerfestem Material hergestellt ist. Der Anzug verfügt auch über Sauerstoffvorräte für den Notfall und einen GPS-Sender zur Standortbestimmung auf der Erde.

Der Hergang des Sprungs klingt einfach: Etwa zwei Stunden vor dem Aufstieg auf rund 36 Kilometern über der Erde muss Baumgartner bereits in seinem Druckanzug ausharren und bekommt zur Vorbereitung reinen Sauerstoff. Ohne Druckanzug und Sauerstoff würde aufgrund der geringen Luftdichte in über 19 Kilometern Höhe das Blut im menschlichen Körper zu kochen beginnen. Dann wird Baumgartner in die Kapsel steigen.

Ungefähr weitere drei Stunden braucht der Ballon, bis er in die geplante Höhe von mehr als 36 Kilometern aufgestiegen ist. Es findet ein Druckausgleich statt. Schließlich wird Baumgartner die Tür der Kapsel öffnen, auf die davorliegende Plattform steigen, sich vom Versorgungssystem der Gondel ausklinken und springen. Nach ungefähr 30 Sekunden soll der Salzburger Schallgeschwindigkeit erreichen. Fünf Minuten und 35 Sekunden soll er dann im freien Fall heruntergleiten und schließlich auf einer Höhe von 4.000 Metern über dem Boden den Fallschirm öffnen.

(apa/red)

4.3.2010 09:47
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