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13.12.2010 09:59

Eine Chronologie der Ölkatastrophe: Am
20. April kam es zum verheerenden Unglück

  • Die Ölbohrinsel "Deepwater Horizon" explodierte

Die Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko löste eine der größten Umweltkatastrophen aus. Monatelang versuchte der Ölkonzern BP vergeblich, das ausströmende Öl zu stoppen. Ein Rückblick:

20. April: Nach der Explosion auf der "Deepwater Horizon" bleiben elf Arbeiter verschollen, 126 können gerettet werden.

22. April: Die brennende Bohrinsel versinkt, in einer Tiefe von 1.500 Metern sprudelt Öl ins Meer.

20. Mai: Ein Live-Video vom Meeresgrund zeigt, dass mehr Öl austritt, als von BP vermutet.

26. Mai: BP startet mit "Top Kill" den ersten Versuch, die Quelle mit einem Schlammgemisch zu schließen. Das Verfahren scheitert.

4. Juni: Ingenieure platzieren eine kleine Glocke über dem Leck. Mit ihr kann allerdings nur ein kleiner Teil des Öls aufgefangen werden.

23. Juni: Wegen technischer Probleme muss BP das Auffangen des Öls erneut unterbrechen. Zwei Helfer kommen ums Leben.

13. Juli: BP stülpt einen Zylinder über die Quelle. Zwei Tage später ist sie komplett verschlossen. Parallel arbeitet der Konzern an einem Nebenzugang zum Hauptbohrloch.

28. Juli: Knapp zwei Wochen nach dem Verschluss der Quelle löst sich der Ölteppich auf dem Meer nach Angaben von US-Wissenschaftern überraschend schnell auf. Die Sorge über Langzeitschäden bleibt.

3. August: Die Operation "Static Kill" beginnt. Dabei werden von oben Schlamm und Zement in die Steigleitung im Meeresboden gepumpt. Das Manöver sei erfolgreich gewesen, meldet BP zwei Tage später.

17. September: Um das Leck für immer zu stopfen, werden bei der Aktion "Bottom Kill" von unten Schlamm und Zement in die Quelle unter dem Meeresboden gepumpt.

19. September: Die Operation "Bottom Kill" ist beendet. Die US-Regierung erklärt das Bohrloch für endgültig versiegelt.

(apa/red)

13.12.2010 09:59
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