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21.7.2010 11:39

Greenpeace reicht es jetzt: Umweltschutz- Organisation plant eine Ölpest-Expedition

  • Um Ausmaß der Katastrophe selbst zu untersuchen
  • Weil BP-Konzern Zugang zu Informationen verwehrt

Um das Ausmaß der Ölpest im Golf von Mexiko zu untersuchen, will die Umweltschutzorganisation Greenpeace eines ihrer Schiffe zu einer dreimonatigen Expedition in das betroffene Gebiet vor der Südküste der USA schicken. "Wir alle müssen über das wahre Ausmaß dieser Ölkatastrophe Bescheid wissen - und über die wahren Gründe, warum sie passiert ist", teilte der US-Chef der Umweltschutzorganisation, Philip Radford mit. Nur so könne sichergestellt werden, dass sich so eine Katastrophe nie wiederhole.

Wie die Umweltschutzorganisation weiter mitteilte, soll das Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" vom kommenden Monat an von Tampa im US-Bundesstaat Florida aus zu einer weiträumigen Erkundung im Golf von Mexiko aufbrechen und dabei "vom Plankton an der Oberfläche bis zu Schadstoffen unter Wasser alles untersuchen". Das bisher in den Golf ausgeströmte Öl gefährde Ökosysteme, zerstöre die Fischerei in der Region und beeinträchtige den Ozean für Jahrzehnte.

"Zahllose Fehler" von BP
Seit der Explosion der vom britischen Energiekonzern BP betriebenen Ölplattform "Deepwater Horizon" am 20. April sind Millionen Liter Öl ins Meer geströmt. BP habe seitdem "zahllose Fehler" begangen, teilte Greenpeace weiter mit. Der Konzern habe sich auf "unangemessene Hilfsmittel" konzentriert und Journalisten und der US-Öffentlichkeit Zugang zu Informationen verwehrt. (apa/red)

21.7.2010 11:39
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